7 Fragen An Die Vannomaden

Vannomaden Titelbild

Hast du dich nicht auch schonmal gefragt, wie die Welt wohl sein könnte, wenn man einfach aus dem normalen Leben aussteigt? Die Vannomaden haben es getan! 

Gerrit hat ein paar Fragen an die sympathischen Vannomaden gestellt, um herauszufinden, wie das dauerhafte Leben in einem Van aussieht. Arbeiten und gleichzeitig ständig auf vier Rädern herumreisen? Lässt sich gut vereinen, wie wir herausgefunden haben. Auf dem Instagram Account der Vannomaden findet ihr einen Haufen toller Fotos der endlosen Reise!

 

Liebe Vannomaden – wer seid ihr, wo seid ihr gerade und seid ihr kitzelig?

Vannomaden PaarGestatten, Kathi & Paul. Zwei Abenteurer und ein Traum vom Ausbrechen. Im Juni 2016 haben wir 4 Wände gegen 4 Räder getauscht und reisen mit unserem mobilen Büro durch Europa. Was wir sind, haben wir uns selber ausgedacht: Vannomaden. Brille auf, Lehrermodus on: Nomade kommt aus dem griechischen „nomás“ und bedeutet „herumschweifend“. Also jemand, der eine nicht sesshafte Lebensweise führt, damals um zu jagen. Wir jagen jetzt tolle Orte, Momente und Aufträge. Außerdem gibt es die sogenannten „Digitalen Nomaden“ die mit wechselndem Zuhause Jobs nachgehen, die man von überall machen kann.
Wir haben also alles in einen Topf geworfen und in unserem Fall noch einen Van dazugelegt, gut geschüttelt und raus kam „Vannomaden“. Wir leben, reisen, arbeiten, wohnen, kochen … in unserem Van. Unser Abenteuer ging am 8.7.2016 los, da wurden die Türen im Fahrerhäuschen zugeschmissen und der Motor angelassen und Kurs auf die weite Welt genommen. Vorher haben wir auf Hochtouren vorbereitet und geplant, denn ein Wechsel von 4 Wänden auf 4 Räder und vom Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit bedarf doch einiger Vorbereitung. Und jetzt suchen wir unseren Platz in der Welt.

Aktuell suchen wir aber vielmehr guten Schnee im Alpenraum und gehen unserem Lieblingshobby, dem Snowboarden, nach. Und nach unserem langen Winter planen wir Vannomaden ab Mai nach Portugal zu fetzen und mal gescheit surfen zu lernen. Du fragst, wo wir kitzelig sind. Triff uns und finde es selber heraus. Auf unserer Map ist unser aktueller Standort gepinnt 😉

 

Welche waren bisher eure drei Lieblingsorte & -geschichten?

Puh, nur drei? Dann lass sie uns mal nach Brettern sortieren.
Was uns beiden total im Gedächtnis geblieben ist, war der erste richtige Wintercamping-Tag. Unsere Freunde erzählen von herbstbunten Bäumen und wir ließen unseren Van „Bjørn“ Tirol’s höchsten Gletscher in Serpentinenstraßen hoch ackern. An der Talstation der Bahn parkten wir. Das war schon aufregend: ganz alleine standen wir – es war ja noch Nebensaison – auf dem Berg und warteten auf den nächsten Morgen, unseren ersten Snowboardtag. Im Kopf tausend Fragen: Wird die Heizung funktionieren? Friert unser Frischwasser zu? Reicht die Gasflasche? Am nächsten Morgen war Bjørn ein Bart aus Eiszapfen gewachsen und alles ringsum in ein weißes Schneekleid gehüllt. Wir hatten die erste Nacht im tiefsten Winter auf über 2000 Höhenmeter überstanden. Es waren -14° gewesen. Überglücklich über den ersten Schnee holten wir die Snowboards vom zugeschneiten Dach, strahlten uns an und stürzten uns in den Neuschnee.

 

Meeting um 11:30 war erfolgreich. Super stressig heute schon wieder. #agenturlife #winteriscoming

Ein von Kathi & Paul (@vannomaden) gepostetes Foto am

 

In Norwegen hatten wir auch ein tolles Erlebnis auf dem Longboard, das war in Hoddevik, ein winziges Surferdorf zwischen Trondheim und Bergen. Da war einfach die Stimmung spektakulär und wir konnten auf unserer Bucketlist „Longboarden unterm Regenbogen“ abhaken.
Und Nummer 3 …. hm, Contis Plage. Allein der schwarzweiß-geringelte Leuchtturm gibt Extrapunkte und der Strand mit den für uns perfekten Wellen – ganz allein in der Nebensaison – tut den Rest.

 

Ich sehe ihr Vannomaden habt ein Surfbrett in eurem Toolkit. Seit wann gebt ihr euch der Geborgenheit der Wellen hin? Und wo habt ihr angefangen?

Genauer gesagt sogar zwei. Wir sind beide noch im Anfänger Level und tragen deshalb kein schniekes Shortboard zum Strand, sondern Mini Malibus.
So mit 18 etwa haben wir beide mal am Atlantik-Ballermann in Moliets in einem Surfcamp angefangen und seither eine Begeisterung empfunden. Leider ist der Weg an die französische Atlantikküste sehr weit und deswegen gab es danach nur so zwei Surfurlaube und man startet jedesmal wieder ganz von vorne… 😉 Also fast! Deswegen reift gerade bei uns der Plan diesen Sommer endlich mal länger als 2 Wochen in Strandnähe zu leben und endlich ein „Level up“ zu schaffen.

 

Was gab den Ausschlag für den Ausstieg aus dem „normalen“ Leben?

Die Idee dazu kam uns noch nicht mal vor einem Jahr. Über Silvester waren wir ganz zurückgezogen in einer Hütte in den Bergen und versuchten mit tausend Zetteln an der Wand all unsere Lieblingshobbies, Arbeiten und das Reisen im Ausland zu vereinen. Es kam eins zum anderen und wir fusionierten unserer beider Talente und Erfahrungen zu einer Agentur. Und weil wir keinen bestimmten Ort im Kopf hatten, wollten wir mobil sein. Also wanderte unsere eben ausgedachte Kreativagentur in einen Van; Snowboards, Surfboards und Longboards rein – und 6 Monate später sollte die Reise als Vannomaden schon losgehen. Im Sommer kündigten wir Wohnung und Job und tauschten 4 Wände gegen 4 Räder. Unser größtes Abenteuer bisher, aber wir bereuen nichts.

 

Vannomaden Van Bjorn

 

Ist alles so Friede, Freude, Eierkuchen-mäßig, wie ihr es euch vorgestellt habt? Und plant ihr Vannomaden den Trip längerfristig durchzuziehen?

„Neverending Roadtrip“ so heißt unser Projekt aktuell. Wir machen das so lange, wie es uns Spaß macht. Und aktuell klappt auch alles so gut, dass wir gar kein Ende wollen. Mit diesem Lebenstil schaffen wir es gerade so wunderbar, alles, was uns wichtig ist zu vereinen: Reisen, Entdecken, Abenteuer, freie Arbeitszeiten, kreativen Spielraum, Zeit für Sport, Leben mitten in der Natur, persönliche Weiterentwicklung, finanzielle Unabhängigkeit.
Wir haben Frieden und Freude – Eierkuchen leider nicht, einen Backofen besitzen wir nicht mehr 😉

 

Wie löst ihr Vannomaden das Problem mit dem Internet?

Unsere Erfahrung – vergesst WLAN! Und vergesst es, nach WLAN Spots zu suchen. Egal ob Österreich, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Finnland, Schweden, usw., selten funktioniert das WLAN tatsächlich so reibungslos, als das man es anständig zum Arbeiten benutzen könnte. In der Regel frustriert es nur. Wenn es doch mal klappt und uns läuft ein WLAN über den Weg, hat man viel Glück und dann nutzen wir es natürlich auch voll (Updates, Synchronisationen, usw.).

 

Tipp der Vannomaden: Holt euch zwei Handyverträge mit möglichst großem Datenvolumen in ganz Europa. Wir haben 10 GB, das war damals das Größte, was es auf dem Markt gab. Nach einem halben Jahr ist hier aber auch ne Menge passiert. Unsere iPhones dienen als mobiler Router und etwas anderes braucht man nicht. Keinen Stick, keinen mobilen WLAN Router. Natürlich kann aber auch direkt das Netflix Abo kündigen und sich vom sonntäglichen Tatort-Stream verabschieden. Das frisst einfach viel zu viele Daten.

 

Ihr Vannomaden lebt ja auf 9m2, richtig? Was macht ihr, wenn ihr euch mal streitet?

Die Varianten mit 3 Tage anschweigen, beleidigt sein oder Türen knallen, die sind auf jeden Fall raus 😉 Wir reden ganz ganz viel und versuchen alle Probleme, die aufkommen einfühlsam und vernünftig zu behandeln. Im Grunde genommen ticken wir gleich und haben beide Bock auf dieses Abenteuer auf 9 m2 und dann muss man sich auch mal von sturen Vorstellungen, was richtig und was falsch ist lösen. Zum Kopf frei kriegen fühlt es sich auch manchmal gut an, kurz vor die Tür zu treten. Wir Vannomaden haben ja jetzt schließlich den schönsten und größten Garten der Welt vor unserer Schiebetür. Und kleine Alltags-Streitereien hat doch eh jeder, übers Spülen kann man sich auf 9m2 gleichermaßen aufregen wie auf 60m2 oder 200m2 😉

HOUDE and die Vannomaden für das Interview.

Kathi & Paul sagen

Gern geschehen. Wir freuen uns, wenn ihr auch unsere Website auscheckt www.vannomaden.de – die ist seit ner Woche backfrisch rausgekommen und wir glauben, sie schmeckt ganz gut. Und wer noch mehr Fragen hat – fragt nur! Wir sammeln übrigens die kuriosesten aller Fragen 😉


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Spannende Jobs aus der Surfindustrie gibt es beispielsweise hier.

Gerrit erblickte das Licht der Welt im Jahre 1991. Neben dem Surfen hat er noch ein Faible für selbst gemachten Eiskaffee und gutes Essen! Gerrit berichtet über den Schabernack, den er tagtäglich so betreibt.

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