5 Gründe Warum Arugam Bay Keinen Besuch Wert Ist

Sri Lanka Arugam Bay Tuk Tuk

Es ist raus: Ich stehe nicht auf Arugam Bay. Es ist einfach nicht so meins. Besonders, wenn man den grünen Süden von Sri Lanka kennt. 

Die Umgebung von Arugam Bay ist natürlich nicht der einzige ausschlaggebende Punkt dafür, dass ich mich wahrscheinlich nie wieder in Arugam Bay blicken lassen werde. Hier sind meine 5 Gründe dafür, dass Arugam Bay sich nicht lohnt und keinen Besuch wert ist.

 

Grund #1 – Überfüllte, rechte Wellen in Arugam Bay

Der Grund weshalb viele Surfer nach Arugam Bay tingeln, ist ein Grund für mich das Örtchen zu vermeiden. Es gibt wirklich fast ausnahmslos rechte Wellen in der Gegend. Ich surfe Goofy und präferiere natürlich linke Wellen. Nur sind davon leider keine da.

Keine Arme, keine Kekse.

Die rechte Welle am Main Point von Arugam Bay ist super schön und läuft an vielen Tagen richtig gut. Jedoch ist sie auch ständig völlig überfüllt. Und wenn du dir denkst „Ach, dann geh ich einfach zum Ende der Saison nach A-Bay“ – Pustekuchen! Wir waren Anfang Oktober noch in Arugam Bay, wo der Surf schon echt scheiße war und es waren trotzdem immer über 50 Leute im Wasser. Und es ist in A-Bay nicht so, dass es viele Peaks gibt. Es gibt einen. 50 Leute versuchen die gleiche Welle zu surfen. Die dazu noch eine rechte Welle ist.

Nä, danke.

Man muss dazu sagen, dass das Surf-Niveau in Arugam Bay relativ niedrig ist und du dir als Intermediate viele Wellen abgreifen kannst. Jedoch musst du dann ständig damit rechnen, dass dir jemand sein Brett in die Welle oder in Richtung von deinem Kopf schießt. Da kannst du, während du in der Welle stehst, noch so laut brüllen, wie du möchtest.

Manchen Menschen ist nunmal einfach nicht zu helfen.

 

Rechte Welle Arugam Bay Nicht unhappy

Rechte Welle. Jedoch nicht in Arugam Bay, sondern auf Nias. Maurice (rechts) hat Spaß. Gerrit (Mitte) nicht.

 

Grund #2 – Tuk Tuk Mafia in Arugam Bay

Wie ich oben geschrieben habe, surfe ich Goofy. Ich habe an sich nichts dagegen, ab und zu mal ne rechte Welle zu surfen. Aber nichtmal die Option zu haben, auch mal eine Linke zu surfen ist echt mies. Und wenn du ein wirklich, wirklich, wirklich starkes Verlangen nach einer linken Welle hast, musst du dir ein Tuk Tuk in Arugam Bay nehmen, um dorthin zu gelangen. Die Fahrt dauert dann aber etwa eine Stunde und ist teuer.

 

Sri Lanka Arugam Bay Tuk Tuk

 

Warum nicht einfach einen Roller mit Boardrack mieten?

Ist nicht so leicht in A-Bay.

Du wirst bestimmt irgendwie einen Roller in Arugam Bay auftreiben können. Das ist auch ganz okay für einen Tag und nicht wirklich teuer. Wenn du jedoch ein Boardrack am Roller hast, ziehst du dir automatisch den Hass der Tuk Tuk Mafia zu. Die Locals können in Arugam Bay ziemlich extrem sein (auch was Frauen anbelangt) und werden dich sicherlich früher oder später zur Rede stellen.

Was fällt dir auch ein dir einfach einen Roller zu mieten, weil es günstiger und bequemer ist, als ein Tuk Tuk in Arugam Bay zu nehmen, nicht wahr?

Ich habe selbst gesehen, wie drei Tuk Tuks fluchend einen Roller mit Boardrack in eine enge Gasse gejagt haben. Muss ich nicht haben.

Und wenn du dem überfüllten Main Point in Arugam Bay entkommen willst, solltest du jedes Mal mindestens 1000 LKR (derzeit 5,5€) einplanen, um zu Surfspots wie Peanut Farm, Lighthouse etc. zu kommen.

Wenigstens bekommst du auf der Fahrt die schöne Umgebung von Arugam Bay zu sehen. Nicht.

 

Grund #3 – Umgebung von Arugam Bay

Nicht, dass du die Umgebung nicht zu sehen bekommst. Tust du. Sie ist aber meiner Meinung nach nicht schön.

Es gibt – wie überall auf der Welt – ein paar coole Ecken zu sehen. Im Grunde genommen sieht aber alles gleich aus. Trocken. Ein paar Bäume hier und da. Viel Nichts.

 

Die Umgebung ist recht wüstenartig und bietet einfach nicht viel. Keine beeindruckenden Reisfelder, keine Palmen, keine Hügel, Wälder oder Berge. Keine Menschen, keine Dörfer. Die Umgebung von Arugam Bay hat so seinen komplett eigenen Stil und es ist schön, mal etwas anderes zu sehen. Aber gerade wenn man weiß, dass der Süden von Sri Lanka soooo viel schöner ist und sehr gute Wellen zu bieten hat, muss man sich nicht mehr wirklich nach Arugam Bay begeben.

Der Strand von A-Bay selbst bietet ein paar Shacks aus Holz und ein paar einzelne Bars. Keine davon haben überdurchschnittlich viel Charme oder hinterlassen einen Wow-Effekt. Das bringt mich direkt zum nächsten Grund.

 

Grund #4 – Ausrichtung auf Tourismus in A-Bay

Arugam Bay hat nur einen Zweck: Dem Tourismus dienen.

Mir kommt es so vor, als wären nach dem Tsunami zahlreiche Hütten so schnell wie möglich aus dem Boden gestampft worden. Es fehlt die Liebe zum Detail und eine gewaltige Portion Charme. So wie es jetzt ist, ist Arugam Bay eine lange Straße mit einer Kurve, wo links und rechts Restaurants  hochgezogen wurden.

Eine Freundin hat es passend beschrieben als „Pop-up Party Place“.

Ein paar vereinzelte Restaurants haben sich lustige Designs ausgedacht und gute Ideen umgesetzt, aber das bringt dem Gesamteindruck, den das Dörfchen hinterlässt, nicht viel.

Arugam Bay hat bietet keine Kultur. Jeder ist lediglich dort, um Geld zu machen. Wir alle müssen Geld verdienen, natürlich. Aber in A-Bay gibt es wirklich nichts außer dem Tourismus. Die Einheimischen scheinen keinen anderen Grund zu haben, um vor Ort zu sein. Die Touristen kommen und gehen und dementsprechend wird auch die Verhandlungsbasis bei allem gesetzt – mit dem Gedanken „die hauen eh in ein paar Tagen ab“.

Zudem muss man erwähnen, dass wenn irgendeine Kultur Einfluss hat, es der strenge Islam ist. Dementsprechend wirst du nicht viele einheimische Frauen oder Kinder auf der Straße sehen. Ich kann es nicht wirklich in Worte fassen, aber das macht die Stimmung ein wenig eigenartig.

 

Grund #5 – Arugam Bay ist teuer

Dadurch, dass Arugam Bay so sehr auf den Tourismus ausgelegt ist, werden natürlich auch für den Tourismus passende Preise verlangt. Unterkünfte sind das kleine oder auch große Bisschen teurer und auch für das Essen wir mehr verlangt, als beispielsweise im Süden der Insel.

Man addiere die ganzen Tuk Tuk Fahrten zu den Surfspots, die zahlreichen Getränke in den Partynächten, hohe Preise für die Unterkunft und Schwupps landet man schnell bei einem soliden Sümmchen. Für das gleiche Geld lässt es sich definitiv im schöneren Teil des Landes besser leben.

Das alles ist selbstverständlich nur meine persönliche Meinung zu Arugam Bay und viele Leute genießen ihren Aufenthalt dort sehr. Ich bin mir sicher, dass Arugam Bay dir gefällt dir, wenn

  • du Lust auf viel Party hast,
  • du rechte Wellen liebst und
  • du nicht zu viel Zeit dort verbringst.

Wenn du irgendwo zu fairen Preisen in unterkommen möchtest, dann würde ich dir Another World empfehlen. Die Crew ist lustig und das Essen dort ist fantastisch. Und sie haben original italienischen Kaffee und europäisches Nutella (ja, schmeckt wirklich anders!).

Gerrit erblickte das Licht der Welt im Jahre 1991. Neben dem Surfen hat er noch ein Faible für selbst gemachten Eiskaffee und gutes Essen! Gerrit berichtet über den Schabernack, den er tagtäglich so betreibt.

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