Blogparade: Liebe im Ausland und auf Reisen

Blogparade: Liebe im Ausland und auf Reisen

Der Februar steht kurz bevor und in meinem Kopf gilt er als DER Monat der Liebe. Perfekt für eine Blogparade zum Thema „Liebe im Ausland und auf Reisen“!

Man denke nur an all die Rosen zum Valentinstag, an all die noch zu erscheinenden Foto-Stories in der BRAVO und an all die Küsse, die an Karneval von einem Mund zum anderen fliegen werden. Zu dem Anlass möchte ich gerne von euren Lovestorys auf Reisen hören. Ich würde mich freuen, wenn du deine Erfahrungen mit mir bis zum 28.02.17 teilen würdest. Mitmachen kann selbstverständlich jeder und die Stories dürfen in jede erdenkliche Richtung gehen. Seien es Urlaubsromanzen, Geschichten aus dem Auslandssemster, Liebesbeziehungen zu dem Travelbuddy, die Liebe zu Orten, Freundschaften auf Reisen etc. Dabei spielt es ebenso keine Rolle, ob es auf deinem Blog oder in den Kommentaren passiert. Schreibt mir gerne auch eine E-mail mit dem Link zu eurem Beitrag (an gerrit@wavebutler.de).

Nach Ablauf der Frist werde ich die ganzen Artikel während meiner nächsten Reise im März zusammenfassen und verlinken, sodass alle Blogger untereinander kommentieren und sich vernetzen können. Sollte sich genügend Material ansammeln, erstelle ich gerne auch ein eBook aus den ganzen Geschichten und schicke es jedem kostenlos zu.

Selbstverständlich krame auch ich in meinen Erinnerungen herum, verwende aber abgeänderte Namen. Ich wähle eine Geschichte, die keine klassische Urlaubs-Romanze ist (über die ich aber gerne etwas lesen würde!). Nachfolgend könnt ihr meine Lovestory auf Reisen lesen.

 

Eine vier Jahre lange Lovestory auf Reisen

Mila. Ihren Namen kannte ich bereits, bevor sie sich mir offiziell vorgestellt hat. Ich bin zum Zeitpunkt des Geschehens 21 Jahre alt und sitze mit meinem mir ähnlich sehenden Studienkumpel Leon in der letzten Reihe der Marketing Vorlesung. Er ist auch derjenige, der mir den Namen des schönen Wesens bei ihrem Erscheinen in der hinteren Tür des Vorlesungssaals ins Ohr flüsterte.

„Guck dir den Arsch mal an!“ ist sein erster Kommentar, den ich irgendwo in meinem Hinterkopf leise wahrnehme. So richtig kann ich mich nicht auf Leon’s Geschwafel konzentrieren, bin ich doch zu sehr hin und weg von Mila’s süßem Gesicht. Ich kann einen kurzen Blickkontakt mit ihr herstellen, doch zwei Sekunden später sitzt sie bereits eine Reihe vor mir und ich starre nur noch auf ihren Hinterkopf. Ihr dunkles, glattes Haar fällt ihr weit in den Rücken. Noch immer sehe ich ihre schönen, dunklen Augen vor mir. Ich schüttele kurz meinen Kopf und bin wieder zurück in der Realität.

„Wer ist das?“ frage ich Leon. „Wieder eine von den neuen Austauschstudentinnen.“ sagt er und grinst dabei schelmisch. Da wir in einem internationalen Studiengang eingeschrieben sind, bekommt unser Kurs zu Leon’s und meinem Erfreuen alle 6 Monate neue Austauschstudenten und -studentinnen zugeteilt. „Sie kommt aus Amerika, hat aber italienische Wurzeln oder sowas.“ erzählt Leon weiter.

Ein paar Monate später ist es Mai und Mila mittlerweile eine…sehr gute Freundin von mir. Was zwischen uns beiden bis dahin geschah, lässt sich nicht genau definieren. Wir waren mehr als Freunde, aber nicht so weit, dass wir intim wurden oder in einer Beziehung waren. Was definitiv feststand: Ich war Hals über Kopf in Mila verliebt. Das ist eine schwierige Situation, denn die Herzen von Austauschstudentinnen werden während eines Auslandssemesters oftmals in zehn verschiedene Richtungen gezerrt, da sie von völlig neuen Gefühlen (der Freiheit) überflutet werden. Zudem kam es nie zur Aussprache zwischen uns, da ich mich damals aus unerklärlichen Gründen für meine Gefühle schämte. Wahrscheinlich aus Angst vor Zurückweisung. So weit, so gut. Bisher aber noch keine Lovestory auf Reisen in Sicht. Die kommt jetzt.

An ihrem Geburtstag im Mai frage ich Mila, ob sie mit meinen Freunden und mir im Sommer gerne einen Surftrip nach Frankreich machen möchte. Obwohl sie ein wenig unsicher ist, da sie meine Freunde aus der Heimat noch nie getroffen hat, sagt sie mir zu. Und man siehe da – im Juli sitzt sie doch tatsächlich im Auto neben mir auf dem Mittelsitz…und hält die ganze Fahrt lang meine Hand! Das führte dazu, dass sicherlich der ein oder andere imaginäre Schmetterling in meinem Bauch umgekommen ist, weil er so hart gegen meine Bauchwand geflogen ist (R.I.P.). Während des Urlaubs zeige ich der eleganten Dame, wie man auf einem Brett stehen kann. Das gelingt ihr auf Anhieb sehr gut, da sie durch ihr regelmäßiges Yoga-Training bereits eine extrem gute Balance und Körperbeherrschung hat. Wichtig war es auch, ihr die grundlegenden Camping Hacks für das Campen in Frankreich beizubringen. Eine gute Frau sollte schließlich in jeder Lebenssituation in der Lage dazu sein, eine Flasche Wein zu öffnen. Den ganzen Trip lang trinke ich zu viel Bier mit ihr, lache den gesamten Surf Trip über unglaublich viel, weil ich sie die ganze Zeit um mich herum habe. Dadurch dass sie Amerikanerin ist, passieren ihr beim Deutsch sprechen kleinere, herzerwärmende Grammatikfehler, die aber absolut Sinn ergeben. So kommt sie beispielsweise zu mir an, hält mir eine Muschel vor die Nase und sagt: „Riech das mal an!“. Da stellt sich glatt die Frage, wer von uns nicht korrekt spricht, denn es heißt schließlich auch anfassen, ansprechen, anschauen, und und und…

Die gesamte Geschichte endet hier selbstverständlich noch nicht. Sie jetzt komplett auszurollen würde den Rahmen der Blogparade „Meine Lovestory auf Reisen“ aber etwas sprengen, weshalb ich den Rest kurz im Fast Forward Modus erzähle. Dieser Frankreich-Urlaub legte den Grundstein für die spätere Beziehung zwischen Mila und mir. Um genau zu sein folgten weitere lustige 6 Monate in Deutschland, bevor sich daraus eine Fernbeziehung und unzählig viele Besuche auf meinen Reisen ergaben. Doch die Zeit und Entfernung nagte auch an unserer Beziehung, sodass wir es eines Tages im letzten Jahr beendeten. Da meine Geschichte mit Mila aber nie wirklich zu enden scheint, dürft ihr dreimal raten, wen ich im März auf meiner nächsten Reise nach Kalifornien treffen werde.

Mila.


Schick‘ mir deine Lovestory auf Reisen einfach an gerrit@wavebutler.de zu, falls du keinen eigenen Blog hast, die Geschichte aber trotzdem erzählen möchtest.

Gerrit erblickte das Licht der Welt im Jahre 1991. Neben dem Surfen hat er noch ein Faible für selbst gemachten Eiskaffee und gutes Essen! Gerrit berichtet über den Schabernack, den er tagtäglich so betreibt.

2 Comments

  1. Vor zwei Jahren habe ich meine koreanische Freundin Sumi beim Wandern auf der Insel Jeju in Südkorea kennen gelernt. Wir sind immer noch zusammen und sie moechte dieses Jahr nach Deutschland ziehen. Es funktioniert trotz der Fernbeziehung super

    Viele Grüsse

    Reply
  2. Sehr coole Geschichte! Ich wünsch dir ein super Wiedersehen mit Mila, egal, ob nun ein paar aus euch wird oder eine schöne Erinnerung! 🙂
    Und ich freu mich schon drauf, Teil der Blogparade zu sein! 🙂
    Liebe Grüße,
    Kathi

    Reply

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

Lost Password