Nalu Peak – Interview

Nalu Peak Happy

Wer steckt hinter den schönen Board Designs von Nalu Peak? Hier gibt es Antworten!

Wer steckt hinter Nalu Peak?

 

Hallo Leni – magst du uns kurz verraten, wer du bist?

Aloha!

Na klar – ich bin die Leni, ein absolutes Kind des Meeres. Ich habe meine Base momentan nahe Basel und versuche mein „landlocked“-Dasein hier durch meine Kunst etwas zu kompensieren. Meine Gedanken drehen sich immerzu um Wellen und die Natur im Allgemeinen und darum, diese zu schützen. Meinen Beitrag versuche ich u. a. durch das Aufarbeiten von alten und neuen Boards aller Art zu leisten und sowohl Interior als auch wieder surf- und fahrbare Stücke des Herzens daraus zu machen.

Wir haben gesehen, dass du einige Tattoos hast. Wie viele davon hast du selbst entworfen?

Zugegebenermaßen sind es schon einige mittlerweile, ja. Größtenteils sind sie auch von mir.

Ich male eine bestimmte Welle und eine Sukkulente sehr gerne für meine Boards und habe sie z. B. auch auf meinem Arm. Eines meiner neueren Tattoos habe ich schlicht an der Schreibmaschine geschrieben und es direkt so stechen lassen. Für mich muss das Gefühl dafür einfach stimmen. Bei meiner Arbeit finde ich viel Inspiration für neue Tattoos und das macht es natürlich schwer, neuer Farbe zu widerstehen.

Ich habe es auch probiert, mich auf andere Kunst auf meiner Haut einzulassen. Nur war dabei die Suche nach einem passenden Künstler garnicht so einfach. Nun habe ich einen Artisten gefunden, der mich sehr inspiriert und mit dem ich auch künstlerisch auf einer Wellenlänge liege.

 

Das Projekt Nalu Peak

 

Wie bist du darauf gekommen, Nalu Peak zu starten? Und weshalb konzentrierst du dich auf das Verschönern von Boards? 

Nalu Peak ist definitiv eine Herzenssache.

Ich denke, dass gerade Upcycling heute absolut notwendig geworden ist. Fakt ist, dass wir nunmal nur eine Welt haben und mit dieser sollte dementsprechend besser und vor allem bewusster umgegangen werden – und das fängt im Kleinen an.

Wir alle kaufen uns jedes Jahr viele Boards. Aus gutem Grund, wenn sie einfach durch sind. Aber manchmal eben auch einfach nur, weil das Design nicht mehr gefällt. Im Endeffekt landen sie im Keller oder im Müll. Welch eine Verschwendung. Das zu ändern hat bei mir Zuhause angefangen und sich dann von ganz alleine zu viel mehr entwickelt. Ich habe mich eh immer mit verschiedenen Projekten zum Thema Aufarbeitung beschäftigt und arbeite sehr gerne mit Holzstücken aus dem Wald. Aus dem Grund war meine Garage schon relativ ready für Boards. Also, warum nicht?

Ich gestalte neue Boards – aber gerade bei den alten, welche ich aufarbeite, möchte ich die Leute natürlich dazu anregen, über ihr allgemeines Konsumverhalten nachzudenken und vor allem über ihren Müll produzierenden Lifestyle.

Jedes Board hat seine eigene Story und ich arbeite an jedem Brett mit vollstem Herzen. Das Beste an der Sache ist, was sich nebenher alles Schönes entwickelt und die Charaktere, die ich dadurch kennenlernen darf. Meine Kunden teilen in der Regel meine Werte, mögen meinen Stil und haben Interesse an mindestens eine Boardsport-Art – da ist die Stimmung immer gut und man hat sich etwas zu erzählen. Ich genieße momentan alles daran und bin super gespannt, was sich noch so ergibt.

Woher kommt der Name Nalu Peak eigentlich?

Das hawaiianische Wort Nalu Peak bedeutet Welle oder auch schlicht Surf. Peak ist die Spitze – des Berges oder wiederum der Welle.

Berge, der Wald, Holz, Snowboarden – das steht für mich für Heimat, für etwas grundlegend Wichtiges. Und das Meer steht für absolute Leidenschaft und Zukunft. Ich wollte mich in meinen Motiven nicht nur auf eins davon festlegen und auch mit allerlei Boards arbeiten. So kann ich nun alles aufgreifen, was mir wichtig ist. Das Logo und der Name vereinen das ganz wunderbar.

Machst du alles alleine und wie viel Zeit widmest du dem Projekt Nalu Peak täglich?

Also klar, ich arbeite alleine an den Boards – von der Aufarbeitung bis hin zum fertigen Design.

Aber nie vergessen sollte man dabei die verschiedensten Leute, die da immer mal wieder dazukommen. Ob es Fotografen, Filmer, Marken oder schlichtweg Freunde sind – man ist bei so etwas nie alleine und ich freue mich über jeden, der ein Stückchen des Nalu Peak Weges geht.

Mein Kopf ist 24/7 bei Nalu Peak. Wenn ich nicht gerade an Entwürfen sitze, arbeite ich an Boards oder an Kooperationen, Social Media und was sonst noch so anfällt. Also im Grunde ist es das A und O.

Leider stehen für mich im Frühjahr noch Prüfungen zur Erzieherin an – mein Kopf muss sich da gerade also auf jede Menge konzentrieren. Nach den Prüfungen wird es um einiges entspannter und ich kann mich voll und ganz meinen Boards und meinem Plan durch die Welt zu tingeln, widmen.

 

Wie bzw. wo verkaufst du deine Nalu Peak Designs derzeit? Und woher nimmst du deine Inspiration für die Designs? 

Derzeit läuft bei mir alles über direkte Anfragen bei mir. Demnächst wird es meine Boards z. B. bei Blue Tomato in Freiburg als Künstler-Ausstellung zu sehen und eventuell auch direkt zu kaufen geben. Alles andere ist noch Gemunkel in der Zukunft.

Meine Inspiration ist definitiv die Natur. Ich beziehe vielerlei Kulturen, ihre Symbole und Muster mit ein. Oftmals hat es in irgendeiner Form mit dem Meer zu tun, sehr oft auch offensichtlich. Im Grunde male ich einfach das, wonach mir gerade ist und meistens schillert dabei ein klein wenig Fernweh durch.

Wie lange dauert es, wenn wir ein komplettes Brett von Nalu Peak verschönern lassen?

Das ist natürlich davon abhängig, was es für ein Board ist, in welchem Zustand es sich befindet – alt oder neu – und natürlich wie aufwendig das Design ist. Zudem muss ich schauen, wieviel ich gerade zu tun habe. Jedes Board ist durch die reine Handarbeit selbstverständlich ein Unikat und wird extra für den Kunden entworfen. Je nachdem brauche ich meistens so um die 2 – 3 Tage pro Board und je nach Anfragen dementsprechend länger. Mir kann es immer nicht schnell genug gehen, aber Kunst braucht nunmal Zeit und Raum. Das Letzte, was ich dabei möchte ist zu hetzen und meine Arbeit somit zu beeinflussen. Schließlich soll jedes Board etwas ganz Besonderes werden und denjenigen, der es bekommt, happy machen.

Wir bedanken uns herzlich bei Leni aka Nalu Peak. Schaut doch mal auf ihrer Facebook Seite vorbei und unterstützt sie mit einem Like!

Eines der schönen Boards von Nalu Peak könnt ihr hier gewinnen!

P. Ss: Du möchtest deine Geschichte auch bei uns veröffentlichen? Dann schreib‘ doch eine Email an gerrit@wavebuter.de und stell dich kurz vor.

Gerrit erblickte das Licht der Welt im Jahre 1991. Neben dem Surfen hat er noch ein Faible für selbst gemachten Eiskaffee und gutes Essen! Gerrit berichtet über den Schabernack, den er tagtäglich so betreibt.

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