SoulSurfcamp Portugal Erfahrungsbericht

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8

Großartig

8.4

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SoulSurfcamp und Urlaub = pure Entspannung! Bei Sonnenaufgang von der Terrasse aus die Wellen checken, denn die sind wirklich nur einen Katzensprung vom Haus entfernt. Genial!

Soulsurfcamp und Urlaub = pure Entspannung und die beginnt glücklicherweise schon bei der Anreise, dank der günstigen Flugverbindungen zu den Flughäfen Lissabon oder Porto. Ich konnte damals einen echten Schnapperflug von Köln nach Lissabon für 180€ hin und zurück ergattern und entschied mich deshalb für Lissabon als Zielflughafen.

 

 

Nach drei Stunden Flugzeit fährt man dann noch gut 90 Minuten mit einem motorisierten Untersatz nach Baleal (vom Flughafen in Porto sind es ca. 2,5 Stunden Fahrzeit). Einen Mietwagen hatte ich mir im Vorfeld im Internet für 90€ reserviert, aber es geht auch anders: Auf der übersichtlichen Homepage des Soulsurfcamps wird ein Shuttleservice angeboten. Für 100 € geht’s bequem von Tür zu Tür – je mehr Personen man zusammenbekommt, umso günstiger wird’s, weil man sich den Preis mit bis zu 6 Gästen teilen kann. Wer ein bisschen mehr Zeit hat und sich auch von der „manchmal nicht so „pünktlichen“ portugiesischen Mentalität nicht abschrecken lässt, dem bleibt eine Busverbindung. Vom Flughafen aus geht es dann mit einem Taxi oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln zur Station „Sete Rios“ von wo aus mehrmals am Tag ein Bus nach Peniche fährt. Zwei bis drei Stunden sollte man von Tür zu Tür einplanen – dafür zahlt man aber auch nur um die 15 €, denn vom Busbahnhof in Peniche wird man gratis abgeholt.

SoulSurfcamp Portugal – Unterkunft

Auf der Internetseite hat man die Wahl:
„SoulSurfcamp Lagide“ oder „SoulSurfvilla Cantinho da Baia“. Da ich mit einer Freundin gereist bin und gern Kontakt zu anderen Gästen habe, entschied ich mich für einen Platz im Mehrbettzimmer des SoulSurfcamps Lagide.

Das Haus an sich war kleiner als erwartet, sehr familiär. – es gibt dort in der oberen Etage nur ein Zweibett-, ein Vierbett-, und ein Sechsbettzimmer. Im Erdgeschoss befinden sich der Ess- und Chillbereich und im Keller sorgt ein Kickertisch für Abwechslung. Alles ist hell und modern aber auch funktionell eingerichtet. Die Mehrbettzimmer haben nicht knarzende und bequeme Stockbetten, mit gute gepflegten und bequemen Matratzen und gut durchdachter Steckdosenanbringung ;). Aufgrund der Größe sind die Zimmer zwar weniger Aufenthaltsort als nächtliche Ruhestätte, aber man schläft mit Meeresrauschen im Ohr ein und wacht mit dem gleichen Sound wieder auf und aus dem Zweibettzimmer hat man sogar Meerblick. Dafür muss man sich mit bis zu 12 Personen zwei Badezimmer teilen – tricky aber machbar.

Die Terasse vor dem Haus ist windgeschützt und mit coolen chillout Möbeln ausgestattet. Für mich der erste Anlaufpunkt vor dem Frühstück am Morgen mit einer Tasse Kaffee bewaffnet um direkt die Wellen auszuchecken, denn die sind wirklich nur einen Katzensprung vom Haus entfernt. Genial!

SoulSurfcamp Portugal – Atmosphäre

Aufgrund der Größe des Hauses und der damit verbundenen begrenzten Anzahl der Urlauber ist die Atmosphäre im SoulSurfcamp sehr familiär, was ich sehr mochte. Für mich gibt es kaum etwas Schlimmeres als die großen Bettenburgen oder Camps, bei denen man mit 50 Mann dicht an dicht auf Bierbänke gequetscht Nudeln mit Tomatensauce in sich rein schaufelt.

Wir waren 5 Mädels im Alter von Mitte 20 und 2 Jungs, die glaube ich erst 17 waren und von Mama und Papa, die im gleichen Ort Urlaub gemacht haben, outgesourced wurden 😉 Demnach hat sich direkt eine coole Clique gebildet, die es auch Alleinreisenden ermöglichen schnell Anschluss zu finden. Zwei Teamer haben bei den Jungs im Mehrbettzimmer geschlafen und waren immer als Ansprechpartner vor Ort und haben alles top in Schuss gehalten. Auch der Chef des Camps, Martin, war in meiner Urlaubswoche vor Ort: Korrekter Typ aus Rostock, der die ein oder andere Sache nach deutscher Sitte vielleicht etwas zuuuu genau nahm und mir deshalb anfangs etwas unentspannt erschien.

Aber nach ein paar Tagen (und ein paar Bierchen), wurde auch er Teil des großen Ganzen und ich muss sagen: Ich hatte noch nie besseren Surfunterricht als bei ihm! Ich glaube er macht sich ziemlich viele Gedanken darüber, dass es den Gästen auch wirklich gefällt und prüft akribisch das Surfequipment nach jedem Einsatz, damit man ne coole Zeit dort hat mit tollen Erfolgserlebnissen.

„Wachhund“ Karlson ist übrigens so eine Art Maskottchen im SoulSurfcamp. Der Golden Retriever ist für jeden da, der eine kleine Kuschel oder Spieleeinheit nötig hat und einfach sehr sehr niedlich :).

Lage

Direkt vorweg: Die Lage des Hauses direkt an den Klippen und der damit verbundene Blick auf die faszinierenden Weiten des atlantischen Ozeans, der im Internet von vielen Seiten so angepriesen wird, ist wirklich einmalig!! Man geht nur wenige Minuten einen schmalen Weg zum Strand hinunter und schon ist man an einem der vielen Beachbreaks in atemberaubender Kulisse. Ich war vom ersten Moment an tatsächlich schockverliebt.

100 m vom Haus entfernt beginnt die lange Hauptstraße, mit Supermärkten, Restaurants, Bars und Surfshops. Alles ist fußläufig prima erreichbar. Sehr von Vorteil, wenn man am Abend das ein oder andere alkoholische Kaltgetränk zu viel getrunken haben sollte.

Getreu dem Motto: Wer wankt hat mehr vom Weg, begegnet man hier vielen Surfdudes aus der ganzen Welt und kann sich wahlweise auf der Rooftopparty der Surfers Lodge zum romantischen Sonnenuntergang und Clubbeats treffen oder Barhopping am Strand machen. Legendär auch die Reggae Abende im „Danau“. Tanzbein schwingen oder tiefgründige Gespräche führen – alles kann, nichts muss in Baleal!

Ausflüge

Entlang der Küste ist nahezu jeder Ort eine kleine Entdeckungstour wert. Wir haben uns innerhalb des Surfcamps mit den Mietwagen aufgeteilt und sind jeden Tag für 2-3 Stündchen nochmal losgedüst.

Wenn man unabhängig sein will, macht ein Mietwagen echt Sinn, ansonsten kann man auch immer im SoulSurfcamp nach nem Shuttle fragen, dann planen sie einen auch spontan mit ein. Direkt neben Baleal liegt das Hafenstädtchen Peniche, hier haben wir Herr und Frau „Sale“ in den Surfshops besucht und sind nicht mit leeren Händen zurückgekehrt.

Nazaré mit seinen Monsterwellen ist auch nur eine Stunde entfernt entlang der Küste gen Norden. Das haben wir leider nicht mehr geschafft, weil wir uns
im Buddha Eden Garden mit Natas vollgestopft haben (diese Blätterteigpuddingteile sind aber auch der absolute Hammer und schmecken in ihrem Heimatland natürlich 100 mal leckerer). Wem die ganze Fahrerei nichts ausmacht, oder wer vor Abflug noch Zeit hat, der sollte natürlich auch Portugals Hauptstadt Lissabon besuchen.

 


Surf, eat, repeat

Die Silvercoast von Portugal hat ihren Namen absolut zu Recht, denn es geht hier wellentechnisch einfach IMMER was. Direkt vor dem SoulSurfcamp liegt der Homespot, den man fußläufig in wenigen Minuten erreicht. Coole konstante Wellen, leicht über Kopf groß und unser Surflehrer (in meiner Woche war es Chef Martin) wusste genau wo wir uns am Besten im Wasser aufhalten, damit uns kein Stein den gar aus macht, wenn wir dann doch mal gewaschen werden sollten.

Wo es schöne Wellen gibt, da gibt es aber eben auch viele Surfer und die tummelten sich wie hunderte kleine Ameisen im Lineup. Das musste uns als Surfschüler des SoulSurfcamps aber nicht kümmern, denn Martin, der clevere SoulSurfDude hatte sich anscheinend mit den Locals schon drauf verständigt, dass wir zumindest jede dritte Welle nehmen durften, bzw. versuchen durften sie anzupaddeln^^.

Der Surfkurs dauerte ca 2.5 Stunden am Tag und die Kursteilnehmerzahl war auf die Gäste des Camps beschränkt, was die Gruppengröße extrem angenehm machte. Irritiert hat mich allerdings, dass ich nicht direkt ab Tag eins surfen gehen konnte, wann ich wollte. Ich brauchte quasi erst den Pass für den „free surf“, der daraus bestand, dass uns Surflehrer Martin einmal kurz theoretisch und im Wasser prüfte. Jaja, Vorsicht war dort eben die Mutter des SoulSurfens…

Das Surfmaterial war dafür sehr gepflegt und man bekam direkt zu Beginn der Woche einen eigenen Neoprenanzug zugewiesen. Die Brettauswahl war lediglich etwas begrenzt auf ca. 10 Boards, größtenteils Softboards 8.0 und ein paar Shortboards.

Kommen wir zum kulinarischen, nun ja, Höhepunkt würde ich es nicht nennen. Bei SoulSurf muss ich irgendwie direkt an Soulfood denken und vielleicht war deshalb meine Erwartungshaltung etwas zu hoch, als es das erste Abendessen gab: Nudeln mit Hackfleischsauce…Gut, die Hackbällchen waren selbst gemacht.

Jeweils 5x Abendessen um 20 Uhr und das tägliche Frühstück um 09 Uhr waren im Preis inbegriffen.

Alles recht einfach gehalten. Zum Frühstück gab es: Kaffee, Brötchen, Käse, Wurst und einen süßen Aufstrich, und wer mochte, konnte sich aus Banane und Haferflocken ein Müsli machen. Es hat satt gemacht, war aber kein kulinarisches Highlight und ich kenne es aus meinen anderen Surfcampurlauben, dass zumindest immer irgendwas landestypisches auf dem Tisch steht, was auch die Mahlzeit zu einem besonderen Ereignis macht. Ich habe ehrlicherweise am zweiten Tag angesprochen ob man zum Abendessen auch ein wenig Gemüse oder Salat haben könnte – ich wurde kurz belächelt aber siehe da: Am nächsten Abend gab es einen Tomatensalat als Vorspeise.

Kleine Ergänzung:

Die Verpflegung soll sich seit meinem Aufenthalt verbessert haben.

SoulSurfcamp Portugal – Ausgaben

 

Das SoulSurfCamp hat von März bis Oktober geöffnet. Die Hochsaison ist klarerweise in den wärmsten Monaten des Jahres: Juli, August und September. Für eine Woche inkl. 5-tägigem Surfkurs und Surfequipment, Unterkunft im Mehrbettzimmer, täglichem Frühstück und 5x Abendessen zahlt man dann 519 €. Vollkommen in Ordnung für einen soliden und entspannten Surfurlaub, in einer sauberen Unterkunft, gutem Material und Unterricht.

Die Gesamtkosten für 7 Tage Urlaub im SoulSurfCamp sahen bei mir dann ungefähr so aus:

  • Flug: 180€
  • Mietwagen, Tanken, Maut: 120€
  • Camp mit Kurs und Verpflegung Halpension: 519€ Mittagessen und abendliche
  • Getränke: 100€

Bekommt man also einen guten Flug und nimmt dann den Bus vom Flughafen ins Camp, ist man pro Woche ca. 800€ dabei.

SoulSurfcamp – Insider Tips

    • Große Wellen? Ab nach Supertubos zum zuschauen und staunen
    • Óbidos ist nicht weit entfernt und wunderschön.
    • Lissabon ist sowas von einen Besuch wert
    • Restaurants ausprobieren – Sushi mhhhhh.
    • Packt einen kuschligen Hoodie für Abende am Strand ein.
    • Es gibt immer einen Spot der läuft, geh gegen Wind und wechsle die Seite der Halbinseln


Good

  • Sehr guter Surfunterricht
  • Geniale Lage mit super Blick und Zugang zum Strand
  • Abwechslungsreicher und lebendiger Ort
  • Familiäre Athmosphäre

Bad

  • wenig Surfboardauswahl
  • nur zwei Badezimmer für bis zu 12 Gäste
8

Großartig

Sauberkeit - 9
Atmosphäre - 8
Unterkunft - 8
Verpflegung - 6
Preis-Leistung - 9
Wenn Laura nicht gerade vor der Kamera als Moderatorin steht, ist sie von Wellen und Sonne umgeben. Ab Neujahr travelt sie zwischen Südafrika, Indonesien, Sri Lanka und Neuseeland hin und her und bringt ihre Erfahrungen über Wavebutler zu dir.

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