Surf WG Bali Erfahrungsbericht

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8.9

Großartig

8.4

User Avg

Das Dreamsea Surfcamp Moliets hat im positiven Sinne völlig neue Maßstäbe gesetzt, was Design & Atmosphäre in Camps selbst anbelangt.

Roller links, Roller rechts, das gleiche Szenario vor und hinter dir. Du sitzt, gerade einen 17 Stunden Flug in den Knochen, in einem Auto, dass den Anschein macht, als hätte sich der Hersteller nicht ganz entscheiden können, ob das neue Modell nun ein Kleinwagen oder ein Van werden soll.
Aber, du bist endlich da. Auf Bali, der Insel der Götter, der Kulturen und dem Zuhause der angeblich besten Wellen dieses Planeten.

 

 

Erstmal Fenster runter. Schon bei deinem Zwischenstopp in Singapur hast du gemerkt, dass hier das Klima ein bisschen anders ist als bei uns. Vor allem wärmer.

Je näher ihr deinem endgültigen Reiseziel kommt, desto mehr wird dir klar, dass hier nach ganz besonderen Verkehrsregeln gefahren wird. Es herrscht das Gesetz der Hupe. Jeder passt auf jeden auf und damit das funktioniert, dazu muss man eben akustisch auf sich aufmerksam machen. Am Besten alle 3-5 Sekunden.

Je weiter ihr euch jedoch vom Ngurah Rai International Airport in Denpasar (kurz DPS) entfernt, desto ländlicher wird die Gegend. Der Trubel bleibt, aber es wird grüner. Immer noch viele Menschen auf vermeintlich wenig Raum und alles eher zweckmäßig als schön. Bis auf diese kleine Oase, die du jetzt, mitten in alldem, zu sehen bekommst: Die Surf WG Bali.

Surf WG Bali – Unterkunft

Dabei ist das Wort Oase keinesfalls eine Overstatement. Ungefähr 30 Minuten vom Flughafen entfernt befindet sich das Camp in Berawa, einem Vorort von Kuta. Inmitten der bescheidenen Häuschen der einheimischen Bevölkerung sticht die Surf WG durch ihren idyllischen und trotzdem typisch balinesischen Stil heraus.

Der erste Blick beim betreten des Camps fällt sofort auf die ungewohnt hohen und schmalen Lumbungs. Die traditionellen Holzhäuser sind eine der drei Unterkunftsmöglichkeiten hier.

Direkt daneben, an dem großzügigen Pool und den schattigen Liegeflächen vorbei, steht das Haupthaus. Dort finden sich weitere Zimmern, Rückzugsorte und eine kleinen Küche. Hier werden morgens das Frühstück sowie die anderen Mahlzeiten des Tages frisch und individuell für jeden Gast zubereitet. Alles ist sehr sauber und penibel gepflegt, genau richtig also, um seine verbrauchten Energiereserven wieder aufzutanken.

Ein paar Schritte außerhalb ist dann auch die Surfvilla nicht mehr zu übersehen. Der eigenständige Komplex ist im gleichen Stil aufgebaut und steht dem Haupthaus in nichts nach. Selbst eine eigene überdachte Freiluftküchen findet man hier.

Scheint als hättest du die Qual der Wahl.

Surf WG Bali – Atmosphäre

Nachfolgend findest du eine kleine Übersicht zu dem Geschehen rund um die Surf WG Bali.

Camp Vibes

Herz und Seele der Surf WG Bali ist Nu Nung, der Campmanager. Für ihn ist das Ganze nicht nur ein Job, sondern seine Leidenschaft. Ständig auf den Beinen, sorgt er dafür, dass kein Wunsch seiner Gäste unerfüllt bleibt und schafft es immer wieder durch seiner fröhlichen Art, jedem noch so ausgepowerten Surfer ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. So viel Engagement habe ich bis dato noch nie bei irgendjemandem erlebt.

Das wirkt sich natürlich auch auf das restliche Team aus. Alle sind freundlich und hilfsbereit, wenn auch um einiges zurückhaltender. Mit Ausnahme der Surfguides natürlich, die mit ihrem Know-How nicht nur immer die Besten Wellen der Insel finden, sondern auch mit privaten Stories zu unterhalten wissen.

Entertainment

Von den üblichen Yoga und Massageangeboten bis hin zu Tauch-, Trekking- oder Kulturtrips, wenn du mal Bock auf etwas anderes als surfen hast, stehen dir in der Surf WG Bali alle Türen offen. Allerdings alles ungezwungen, es gibt kein Abendentertainment oder der gleichen. Wenn ihr also mit den anderen Gästen in Kontakt treten wollt, müsst ihr das leider ohne Speeddating schaffen. Einzig der wöchentliche BBQ-Abend bildet da die Ausnahme und ist auf jeden Fall ein Highlight! (nicht nur wegen dem Essen, siehe “Insider Tips”)

Surf WG Bali – Ausgaben

Solltest du früh genug buchen, dann wird dich dein Flug sicher nicht mehr als 800€ kosten. Je später du dich entscheidest, desto teurer wird es natürlich.

 


Für eine Woche im Camp kannst du mit ca. 450€ rechnen. Das ist nicht billig, aber berechtigt. Mit inbegriffen sind hier nämlich Frühstück, 2x am Tag begleitetes Surfguiding (7 Tage die Woche), Surf-Theorie, Video-Analyse und Praxis-Unterricht im Pool. Auch für jegliche Shuttels und Rollertouren wird dir kein Aufpreis berechnet.
Zusätzlich wird belohnt, wer länger bleibt: pro Übernachtung wird dir 1% vom Gesamtpreis abgezogen. Wenn du nochmal extra Kohle sparen willst, lass dir einfach persönliches Angebot machen.

Abendessen kannst du zum Einen im Camp, was vergleichsweise teuer, aber auch wirklich lecker und qualitativ hochwertig ist. Oder eben du begibst dich auf Entdeckungsreise zu den örtlichen Imbissständen am Straßenrand, auch “Warungs” genannt. Hier kostet das Essen meist einen Bruchteil von dem, was du im Camp blechst und es schmeckt trotzdem erste Sahne. Beides solltest du in deiner Zeit auf der Insel mal probiert haben.

Gesamtausgaben: Etwa 500€ pro Person und Woche (ohne Anreise)

Surf WG Bali – Insider Tips

    • Wenn du schon den weiten Weg nach Bali auf dich nimmst, dann gönn‘ dir so viel Zeit, wie du nur kannst. Drei bis vier Wochen sind eine gute Reisedauer, um nicht nur die Wellen voll auskosten zu können, sondern auch einen ordentlichen Eindruck von Land und Leuten zu bekommen. Damit lohnt sich dann auch der teure Flug und mit jedem weiteren Tag wird wie beschrieben auch dein Aufenthalt in der Surf WG nochmal günstiger (siehe „Ausgaben“)
    • Die nächste Bar oder der nächste Club sind zwar etwas weiter weg, aber glaub mir, ein Großteil des Team und vor allem die Surfguides sind Partybiester. Man muss sie nur dazu kriegen. Wie wäre es zum Beispiel mit dem obligatorischen BBQ-Abend?
    • Falls du mit einer größeren Gruppe anreisen solltest, bucht euch auf jeden Fall in die erst kürzlich fertiggestellten Surfvilla ein. So habt ihr euren eigenen Rückzugsort nach dem Surfen und könnt trotzdem immer am Haupthaus vorbeischauen, wenn euch wieder nach mehr Trubel ist.
    • Gönnt euch nach einer Woche dauershredden ruhig mal einen Tag Pause. Auch wenn der Ozean vielleicht konstant am Pumpen ist, euer Körper wird es euch danken und bei den nächsten Session werdet ihr wieder ein ganz neues Level an Performance aufs Brett bringen. Außerdem gibt es auf Bali noch einiges mehr zu sehen als Wellen, Sonne und Strand.
    • Flug früh buchen lohnt sich richtig! Bist du etwas flexibel findest du bei Skyscanner absolute Schnapper. Klick nach der Suche einfach auf „Ganzer Monat“ um den besten Flug zu finden.

 

 

Good

  • Bei Nu Nung ist der Gast mehr als König
  • Sauber und gepflegt wie sonst nur bei Mutti
  • Gute und zuverlässige Sportauswahl der Surfguides
  • Vielseitige Auswahl an Unterkunftsmöglichkeiten
  • Entspannte Campatmosphäre zum Runterkommen

Bad

  • Bars/Clubs sowie der Strand nicht in Laufreichweite
  • Westliche Übernachtungs- und Essenspreise
8.9

Großartig

Sauberkeit - 9.5
Atmosphäre - 9.3
Surfstunden - 8.5
Verpflegung - 8.8
Preis-Leistung - 8.5
Jonas hat sich bisher hauptsächlich in Europa und Kalifornien herumgetrieben. Zwei Sommer lang hat er sogar Monate in Surfcamps verbracht. Derzeit erkundet er ein paar Surfcamps in Asien.

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