Surfen ist eine Sucht

Achtung: Surfen Ist Eine Sucht!

“Surfen ist eine Sucht” hörst du deine Freunde sagen. Hier sind die Gründe dafür, dass diese Aussage wahr ist!

Hast du dich schonmal gefragt, weshalb du immer und immer wieder ans Surfen denkst und dir die nächste Welle am liebsten direkt in die Adern spritzen möchtest? Eine Möglichkeit könnte sein, dass du süchtig bist.

Um herauszufinden, ob die Aussage “Surfen ist eine Sucht” tatsächlich wahr ist, müssen wir systematisch vorgehen. Zuerst stellen wir die Hypothese auf: Surfen ist eine Sucht.

Diese wollen wir natürlich überprüfen. Dafür müssen wir zu späterem Zeitpunkt die passende Literatur zur Hand nehmen.

Zuerst einmal sollten wir aber die Definition des Wortes “Sucht” klären. Wolfram Alpha sagt dazu:

being abnormally tolerant to and dependent on something that is psychologically or physically habit-forming (especially alcohol or narcotic drugs)

Spontan übersetzt: Abnormal tolerant gegenüber und abhängig von etwas sein, das psychologisch oder physikalisch Einfluss auf dein Verhalten nimmt (vor allem Alkohol oder narkotische Drogen).

Wir können nun einmal versuchen, diese Aussage auf “Surfen ist eine Sucht” anzuwenden.

Ist beim Surfen irgendwo eine abnormale Toleranz gegeben? Nun, je öfter du surfst, desto mehr Ausdauer bekommst du und umso länger kannst du im Wasser bleiben.

Zudem will man immer längere und größere Wellen surfen. Du brauchst eine höhere Dosis “guten Surf” als ein blutiger Anfänger, der schon glücklich ist, sobald er zwei Füße für 2,13 Sekunden lang auf das Brett bekommt, ohne dabei zu fallen.

Demnach kann diese Frage bejaht werden. Ich möchte mit Bezug auf das Thema Surfen lernen kurz grundlos ein kitschiges Bild mit einer Lebensweisheit einbauen, um dir eine negative Gänsehaut zu bescheren. Los geht’s:

Surfen ist eine Sucht cringeworthy

Zurück zum Thema – ist Einfluss auf das Verhalten gegeben?

Wir haben vor Kurzem einen Artikel veröffentlicht, in dem ich die Aussage treffe, dass Surfen eine höhere Priorität hat, als eine Liebesbeziehung und sich somit selbstverständlich auf unser Verhalten auswirkt.

Es gibt noch viele weitere Beispiele zu diesem Thema.

Um es allgemein zu formulieren: Wir haben die Wahl, mit dem Surfen aufzuhören, tun es aber nicht. An sich können wir daher schon sagen, dass das Surfen Einfluss auf das Leben eines jeden Surfers nimmt.

Demnach bejahen wir auch diese Frage.

Wir wissen also nun, dass beim Surfen generell alle Rahmenbedingungen für eine Sucht gegeben sind. Doch was sagt die Wissenschaft zum Thema “Surfen ist eine Sucht”?

Surfen ist eine Sucht Bitch

Surfen ist eine Sucht

Dazu packen wir das wage Bullsh*t-Geschwafel mal beiseite.

Ich habe mich aufgeopfert und meine müden Augen dazu gezwungen, sich im Namen der Wissenschaft durch ein paar dicke Wälzer zu kämpfen. Schließlich will ich doch meinen Beitrag zu der ewigen Suche nach der Wahrheit leisten.

Fakt ist: Eine Sucht steht in enger Verbindung mit der Ausschüttung des Neurotransmitters Dopamin. Eine erhöhte Ausschüttung von Dopamin führt dazu, dass das Gehirn etwas als Vergnügen verzeichnet.

In Hinblick auf die Evolution ist Dopamin dafür da, dass du weiterhin das tust, was zum Überleben notwendig ist.

Vereinfacht gesagt wird Dopamin als Belohnung ausgeschüttet, sobald du einen Erfolg verzeichnest.

Um dir den Nutzen dieses klugen Systems kurz zu erläutern: Stell dir vor du bekommst als Kind von jemandem jedes Mal 5€, wenn du nach dem Essen das Geschirr in die Spülmaschine räumst. Es ist dann sehr wahrscheinlich, dass du dein Verhalten anpasst und jedes Mal das Geschirr in die Spülmaschine packst.

Surfen ist eine Sucht Oma

Was hat das Ganze mit dem Thema “Surfen ist eine Sucht” zu tun?

Nun, der Körper schüttet nicht nur durch Drogen erhöhte Mengen an Dopamin aus, sondern etwa auch beim Sex oder eben dem Surfen.

In dem Buch Blue Mind wird ein schönes Beispiel mit Bezug auf das Surfen aufgeführt.

Im übertragenen Sinne wird gesagt, dass Surf-Anfänger bereits durch das einfache Stehen auf einem Surfbrett hohe Mengen an Dopamin ausschütten, da sie einen unerwarteten Erfolg verzeichnen konnten (der Anfänger wusste vorher nicht, ob er wirklich auf dem Brett stehen können würde).

Zudem bewegt ein Surfer sich weiterhin in einem völlig unvorhersehbaren Umfeld, da die Welle zwar ständig kommt, aber man dennoch nie genau weiß wann, wie oder wo.

Dies führt uns wieder zurück zu dem Thema “Surfen ist eine Sucht”. Eine Sucht entwickelt sich gerade dann, wenn das Gehirn durch unerwartete Erfolge besonders hohe Dopamin-Mengen ausschüttet.

Das Streben nach solch hohen Mengen an Dopamin wird zum Ziel des betroffenen bzw. abhängigen Menschen.

Ein weiteres Buch bezieht sich genau auf dieses Verlangen und wendet es auf das Surfen an.

Größere, schnellere, steilere, längere Wellen sollen die unerwartete Belohnung sein, wonach der Surfer strebt.

Wie ein Junkie, der seine nächste Dosis braucht.

Surfen ist eine Sucht Lama

Wir können die Aussage “Surfen ist eine Sucht” gut mit dem Spielen am Automaten vergleichen, denn bei beidem handelt es sich um eine Verhaltenssucht.

Du weißt nicht, ob und wann du gewinnen wirst. Aber du freust dich umso mehr, wenn du es tust.

Das gibt dir Grund genug, dich wieder und wieder in die gleiche Situation zu begeben und auf die nächste, unerwartete Dopamin-Ausschüttung zu hoffen.

Zusammenfassung

Die Ausschüttung von Dopamin ist eine vom Gehirn entworfenes System, um sicherzustellen, dass der Mensch in seinem Umfeld überlebt. Es wird ausgeschüttet, wenn Menschen essen, Sex haben oder sogar wenn sie lernen.

Die Manipulation der Dopamin-Ausschüttung durch Drogen oder ein bestimmtes Verhalten spielt eine wichtige Rolle bei dem Thema Sucht.

In Bezug auf das Surfen kann man sagen, dass das Gehirn in vielen Situationen Dopamin ausschüttet. Sei es ein vorhergesagter Swell, die Gedanken an den nächsten Surf oder einfach Erfolgserlebnisse auf dem Brett beziehungsweise im Wasser.

Die beim Surfen ausgeschüttete Kombination an Neurotransmittern (inkl. Dopamin, Adrenalin und Seretonin) sorgt dafür, dass wir nicht nur den Moment sehr genießen, sondern auch dafür, dass wir mehr (kein Wortspiel beabsichtigt) davon wollen.

Im Grunde genommen möchte ich dir nur weismachen, dass du ein verdammter Junkie bist. Du kennst sicherlich auch noch den ein oder anderen Junkie, richtig? Markiere ihn doch, dann bist du nicht so allein.

Gerrit

P. S. Bock der Sucht mal wieder neue Nahrung zu geben? Wir sind schamlos und unterstützen dich gerne dabei.

Du willst das Titelbild gerne zu eigenen Zwecken benutzen? Kein Problem, du musst lediglich Wavebutler und Pinsider als Credit verlinken! Du kannst es hier downloaden.

Gerrit

Gerrit

Gerrit erblickte das Licht der Welt im Jahre 1991 und gründete zarte 24 Jahre später Wavebutler. Gut Ding will schließlich Weile haben. Seither berichtet Gerrit auf dem Wavebutler Blog über Neuigkeiten aus der Surf-Welt sowie über alles, was die Geschäftsseite von Wavebutler anbelangt.

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