Frauen im Surfer Business

Surfer frauen anschauen

Weltbild “Frau” als Surfer

Dass es für Gleichberechtigung als Frau noch Jahrzehnte dauern würde, wusste man in den 1960ern.

Dass es heute noch in manchen Ländern noch so zugeht und Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte dauern wird, ahnt man als Europäer.

Doch man ist selbst kaum betroffen und nimmt diese Tatsache einfach so hin.

Und wie steht’s mit dem Surfen?

Jede Frau im Surfer- Business weiß bereits, um was es in den nächsten Zeilen gehen wird.

Die Gleichberechtigung der Frau beim Surfen.


Gleichberechtigung Beim Surfen Für Frauen

Als Surfer reist man bekanntlich viel. Man lernt gerne neue Kulturen, Menschen und Länder kennen, sowie die Natur und die Sitten.

Oft ist es der Fall, dass man sich auf keinen Reisepartner einlassen möchte und zieht alleine los – das geht nämlich im heutigen Jahrhundert.

Sogar als Frau.

Obwohl man schnell an Grenzen stößt, was die Sicherheit in er Nacht auf den Straßen betrifft, weiß man sich heutzutage zu Helfen und schafft es mit Uber und Pfefferspray an die gewünschten Orte zu gelangen.

Sobald man aber eine Surfschule oder einen Surfbrettverleih betritt, hilft auch das Pfefferspray nicht mehr viel. Man landet, gewollt oder nicht, zumindest in den 1960er Jahren.

Und das Trotz der Technologie von Heute.

Frauen als Surfer im Ausland

Je weiter weg von Europa, desto mehr spürt man es.

Dann bekommt man - eben nicht Mann, sondern Frau - ein schlecht repariertes Brett, welches nur noch 2 wackelige Finnen hält. Inklusive sandigem Wachs.

Man fragt sich warum, denn man hat klar und deutlich ausgedrückt, dass man schon seit 10 Jahren gekonnt auf dem Surfbrett steht.

Die Antwort enttäuscht, denn obwohl es keiner zugeben will.

Und ein peinliches Schweigen auf eine gekünstelte Ausrede folgt, ist der Grund offensichtlich:

“Sie kann nicht so gut surfen, wie ein Mann – Sie wird ein gutes Surfbrett kaputt machen, weil sie keine Kraft hat – sie muss sich erst beweisen und sich den Respekt erst verdienen.”

frauen als surfer


Erkennst du dich in dieser Situation wieder?

Bei diesem Thema ist es schwer, allgemein zu bleiben und auf alle Frauen Bezug zu nehmen, denn die Erlebnisse sind einfach zu unterschiedlich und vielfältig. Die Erfahrungen hingegen sind sehr ähnlich.

Deshalb möchte ich hier mein eigenes Leben einfließen lassen, um konkrete Beispiele aus der heutigen Zeit zu bringen.

Ich arbeite seit einigen Jahren in Surfschulen, rund um die ganze Welt, (Karibik, Indonesien, Mittelamerika, Europa) als Surf Lehrerin, Life-Guard und Personal Trainer.

Als junge, weiße, noch dazu blonde Frau, stelle ich mich täglich der Herausforderung, den mir zustehenden Respekt einzufordern und das ist für alle beteiligten oft unangenehm.

Sobald man mich etwas besser kennt, fällt es sehr leicht, mir das Surfen und meine Ausbildung auf diesem Gebiet anzuerkennen, aber auf den ersten Blick, bin ich nicht mehr, als eine kleine, weiße Frau.

Genau aus den genannten Gründen habe ich in einem “Dritte-Welt” - Land meine Arbeit verloren. - Zu klein, zu schwach, zu weiß!

Dagegen kann man dort wirklich nicht viel unternehmen, denn eine weiße Frau, hat im Surfer Business dort noch nichts verloren.

Frauen als Surflehrerin

Ich kenne mich in meinem persönlichen Fachgebiet gut aus.

Deshalb schmerzt es umso mehr, wenn ich in den Urlaub fahre und erkenne, dass mir der Surfverleih dort ein schlechtes Brett andrehen möchte.

Wenn ich mehrmals erwähne, dass ich Surflehrerin bin und “bitte ein gutes Brett ausborgen möchte”, werde ich oft als unfreundlich abgestempelt und niemand spricht mehr mit mir.  

Doch wie gesagt – nach einigen Wochen, lernen mich die Menschen besser kennen, sie merken, dass ich ihnen sehr wohl von Anfang an die Wahrheit gesagt habe.

Das ist aber noch lange keine Entschuldigung.

So habe ich mir den Respekt bereits in vielen Ländern erringen müssen und inzwischen werde ich dort sogar in Schutz genommen, falls mir die Respektlosigkeit eines Unwissenden widerfährt.

Aber im Urlaub werde ich wieder daran erinnert, dass die Jahreszahl 2019 allein nicht ausreicht, um sich dem Fortschritt der Gleichberechtigung anzupassen.

Eigentlich müsste man doch meinen, dass es Menschen, die im Tourismus arbeiten besser wüssten.  Genau jene lernen täglich neue, erfolgreiche, starke, intelligente Menschen kennen.

Aus alten Gewohnheiten bricht man allerdings sehr schwer aus.

Ich spreche dieses Thema an, um ein Bewusstsein für eine blühende, wunderbare Szene zu schaffen, die ihr Fundament in Gleichheit und Verbundenheit zur Natur hat.

Business und Geld verdirbt den eigentlichen Gedanken des Surfens – und das, bevor wir überhaupt einen einzigen Zeh in das Meer gesteckt haben.


Frauen im Surfer Business

Was kannst du tun?

Ich hoffe, dass die Leser dieses Textes mit einem geweiteten Bewusstsein den nächsten Surfurlaub antreten.

Und ab jetzt darauf achten, dass sich Surfschulen richtig verhalten. Eine Lösung ist es, das Problem ansprechen, wenn es vorhanden ist. Für Freunde, Familie, Mitreisende, oder für völlig Fremde eintreten gehört ebenso dazu.

Es kann nur Besserung geschaffen werden, wenn es ein Bewusstsein gibt.

Hier kommt es auf jeden einzelnen an.

Sogar diejenige, für die dieses Thema komplett Neuland ist, können die frohe Botschaft verkünden: “The best surfer is the one having the most fun.”

Ein Bravo geht hier übrigens an Europa, welches nicht nur faire, sondern sogar sehr gute Bedingungen für Frauen im Surfer Business schafft.

Zumindest aus meiner Erfahrung werden bei uns Frauen sogar oft als Surf Lehrerinnen bevorzugt.

Frauen als Surfer

Wir sehen und im Wasser,

Theresa F.

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