Surf Finnen für dein Surfboard Kaufen

Surf Finnen vom Surfboard kaufen 5

Alle Surfer haben beim Kauf von Surf Finnen ihre Präferenzen.

Dachtest du etwa, das wäre nur so, wenn es um das Surfboard?

Und nein, es werden auch nicht nur FCS Finnen verkauft.

Nein, dieser Sport für Individualisten ist doch dafür gemacht, dass sich Surfer darum kümmern, wie viele und welche Surf Finnen sie für ihr Surfbrett verwenden. 

Wer sich bei diesem Thema noch nicht so genau auskennt, der hat Glück!

Denn wir haben uns genauer mit Finnen auseinandergesetzt. Bevor wir uns für eine oder vielleicht auch 5 Finnen entscheiden können, müssen wir uns ein Basiswissen aneignen.

Surf Finnen sind nämlich dafür verantwortlich wie wendig oder elegant man durch die Wellen gleitet. Tauchen wir gleich ein (pun intended).

Was viele nicht wissen – und worauf auch in den meisten Surfschulen nicht Bezug genommen wird – ist die allgemeine Gewichtseinteilung.

Je nach Körpergewicht sollte eigentlich die richtige Finne verwendet werden.

Grundsätzlich wird in folgende Größen eingeteilt:

  • XS – Kinder und Erwachsene unter 55kg
  • S – 55 bis 70kg
  • M – 65 bis 80 kg
  • L – 75 bis 90 kg
  • XL - Über 85 kg
Surf Finnen vom Surfboard kaufen Präferenzen


Das ist natürlich noch nicht alles!

Die Form der Surf Finne von deinem Surfboard spielt nämlich ebenfalls eine erhebliche Rolle.

Fangen wir also mit der Base an. 


Die Base deiner Surf Finne

Sie ist die Länge der breitesten Stelle an deiner Finne. Sie befindet sich ganz unten an der Finne.

Je größer die Base ist, desto besser ist der Geschwindigkeitsaufbau.

Wer also ein Surfbrett hat und damit so richtig Gas geben möchte, sollte sich Surf Finnen mit einer großen Base kaufen.

Übrigens: Den Geschwindigkeitsaufbau, sowie das Aufrechterhalten der Geschwindigkeit nennt man beim Surfen "Drive". 

Die nächste Variable ist die Finnenspitze, auch Tip genannt.

Die Spitze / Tip deiner Surf Finne

Die Spitze ist für die Stabilität von deinem Surfboard verantwortlich. 

Wer eine kurze Base und eine schmale Spitze hat, der hat relativ wenig Halt auf dem Surfbrett.

Eine Schmale Tip und eine lange Base gleichen sich aber aus.

Entscheidend für den Halt ist also die Oberfläche deiner Finne – auch Area genannt.

Grundsätzlich ist hier eine gute Balance wichtig, denn bei einer zu großen Fläche büßt man im Bereich Wendigkeit ein, während eine zu kleine Finne keinen Halt bietet. J

e nach Surfbrett gibt es hier ganz spezielle Präferenzen, aber dazu später.

Wie man sich sicher vorstellen kann, kommt es nicht nur auf die Spitze und die Base an, sondern auch die Länge, dazwischen.

Das wird Rake genannt.

Surf Finnen vom Surfboard kaufen 4


Rake deiner Surf Finne

Genauer gesagt, geht es hier um die Länge der Base, kombiniert mit der Distanz bis hin zur Spitze.

Diese Biegung ist deshalb wichtig, denn ein großer Rake gibt dem Brett grundsätzlich einen besseren Halt und Schwung. Dies ist besonders bei Longboards vorteilhaft, während Finnen mit wenig Rake wendiger sind, wie beispielsweise Shortboards.

Das ist aber noch nicht alles. Denn es geht zusätzlich musst du beim Kaufen noch auf das Profil der Finne, dem Foil, achten. 

Manche Finnen sind Konvex geformt. Andere flach oder sogar konkav. Hier geht es speziell um die Reibung und einen erhöhten Auftrieb, um den Drive zu maximieren.

Je nach Finnen Set-Up, können sich die Finnen unter einem einzelnen Surfboard auch unterscheiden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Material, aus dem deine FCS Finnen angefertigt sind.

Das Material der Surf Finne von deinem Surfboard

Hier geht es um den Flex der Finne.

Während harte Finnen, also Surf Finnen mit wenig Flex, kleinere Wendungen und Turns ermöglichen, hat man einen geringeren Drive.

Weichere Finnen hingegen verleihen einen besseren Drive, halten aber an Surf Spots mit stärkeren Wellen oft nicht so gut Stand. 

Das kann sich etwas wackelig anfühlen.

Auch die Ausrichtung der Finne sowie der Winkel der Finne spielen eine Rolle.

Hier geht es darum, wie das Wasser an den Finnen vorbeifließt und in welchem Winkel das Brett dementsprechend die besten Turns hinbekommt.

Sich mit Toe und Cant zu beschäftigen hat dann Sinn, wenn man als Profi Surfer beispielsweise einen Clayback perfektionieren möchte:


Wie bereits beschrieben, spielt der Flex eine große Rolle. Dieser wird durch das Material bestimmt und hierbei gibt es einige zur Auswahl.

Glass Flex: Bei Glas Flex handelt es sich um eine Mischung aus Kunststoff und Fiberglass. Da der Preis relativ günstig ist und der Flex hoch, sind diese Finnen besonders beliebt. Glass Flex findet man in vielen Surfschulen.

Performance Glass: Wer nach einer Surf Finne mit kaum Flex sucht, der ist bei dem Performance Glass genau richtig. Hierbei werden Finnen aus ausschließlich Fiberglass hergestellt. Außerdem sind die Finnen eher schwer.

Performance Carbon Core: Bei diesen Finnen gibt es einen waben-artigen Schaumkern, der zusätzlich mit Karbon verstärkt ist.

Hier spielt die Position des Carbon Teils eine große Rolle und beeinflusst den Flex erheblich. Wie man sich sicher denken kann, sind diese Finnen besonders teuer.

Und bei professionellen Surfern sehr beliebt.

Neo Glas: Auch bei Neo Glas wird eine Mischung aus Kunststoff und Fiberglass angefertigt, wobei der Anteil an Fieberglas grundsätzlich höher ist. Wie man sich denken kann, wird die Finne dadurch um einiges steifer.

Honeycomb: Bei den beliebtesten Finnen handelt es sich um die Honeycomb Variante. Der wabenartige Schaumkern, überzogen mit Glasfaser bieten eine gute Finne für jeden Surfbrett Typen.

Ein gutes Gewicht, kombiniert mit ausreichend Flex ist das perfekte Duo für eine Allrounder Finne.

Jetzt wissen wir vor dem Kaufen quasi alles, was es über Surf Finnen an sich zu wissen gibt.

 Jetzt fehlt nur noch das passende Set-Up. 

Surf Finnen Set-Ups

Wir hätten da einige im Angebot:

Single Fin: Wie der Name bereits darauf hindeutet, gibt es ein Set-Up, bei dem nur eine einzige, meist relativ große Finne, verwendet wird.

Das wird sehr oft bei Malibus und Longboards angewendet. Weniger aber bei Shortboards, da zwar ein guter Drive, aber weniger Wendigkeit entsteht.

Twin-Fin (Twinnie): Nein, hier geht es nicht um den asymmetrischen Twinnibruch, sondern ebenfalls um ein Finnen Set-Up.

Hierbei werden zwei, relativ große Surf Finnen mit großen Areas und wenig Flex meist an einem (Retro) Fish Surfboard angebracht.

Das verleiht einen guten Flow und viel Wendigkeit in der Welle. 

Allerdings muss man einiges an Stabilität einbüßen. Ein Twinnie Set-Up ist besonders beliebt bei kleineren Wellen, bei denen man hauptsächlich schnell sein muss und Wendigkeit für schnelle turns benötigt. 

Quad: Ähnlicher Flex, ähnliche Vorteile – beim Quad Set Up, werden vier relativ harte Finnen auf ein Brett gegeben, um den Drive zu maximieren.

Das bedeutet, dass man automatisch viel schneller durch die Welle surft, was bei besonders schwachen Wellen beliebt ist.

Aber auch bei besonders schnell hereinrollenden Wellen ergibt das Sinn, bei deren Tube man mithalten möchte.

Für vertikale Tricks muss man sich allerdings ein anderes Set-Up überlegen, das ist mit dem Quad Set-Up kaum möglich.

2 + 1: Bei diesem Set-Up benötigt man eine große Single Fin, und zusätzlich zwei kleine Seitenfinnen, um von etwas bessere Wendigkeit zu profitieren. Diese Option ist besonders für Longboards geeignet.

Thruster: Die bekannteste Variante ist das Thruster Set-Up, bei welchem drei kleinere Surf Finnen im Surfboard eingesetzt werden.

Das ermöglicht eine gute Kombination aus Drive und Wendigkeit, wobei besonders das Material der Finnen eine große Rolle spielt.

Das Thruster Set-Up ist nicht nur für Shortboards genau das Richtige, sondern kann für alle Surfboard Arten eingesetzt werden. 

Das war wirklich alles, was man über Finnen und deren Fähigkeiten zu wissen gibt. Wer das nächste Mal surfen geht, kann einen genauen Blick auf die Unterseite der Bretter werfen und bestimmt viel wieder erkennen.

Außerdem raten wir natürlich dazu, alle Set-Ups von Surf Finnen vor dem Kaufen auszuprobieren, was in den meisten Surfschulen überhaupt kein Problem sein sollte.

Wir wünschen viel Spaß und sehen uns im Wasser!


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Gerrit erblickte das Licht der Welt im Jahre 1991. Neben seiner Passion für das Surfen hat er noch ein Faible für selbst gemachten Eiskaffee und gutes Essen!

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